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	<title>Zweifel Archive - Petra Wild</title>
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	<title>Zweifel Archive - Petra Wild</title>
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		<title>Freiheit ab 50+ – und sowas von sichtbar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Wild]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Aug 2025 15:51:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Du & Ich]]></category>
		<category><![CDATA[abstrakte kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Farbe]]></category>
		<category><![CDATA[Ich mache mein Ding]]></category>
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		<category><![CDATA[Malerei]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbstbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Zweifel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manche meinen, Frauen ab 50 sollten bitte leiser sein. Unauffälliger. Und auf keinen Fall pinke Bikinis tragen.Ich sage: Doch. Genau das! Dieser Text ist persönlich – aber auch politisch. Es geht um Blicke, Anpassung, Freiheit.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich bin keine 20 mehr. Und weißt du was? Ich will es seit langer Zeit auch gar nicht mehr sein. Denn ich habe mir jedes einzelne dieser Jahre erarbeitet. Ich habe erlebt, überlebt, geweint, gelacht, mich angepasst – und nach und nach beschlossen: <strong>Ich mag das Getue wegen des Aussehens und der Mode nicht. Eigentlich mochte ich es noch nie.</strong></p>



<p>Meine Klamotten sind pink. Ich liebe Bikinis, bunte Hosen und konnte BHs noch nie leiden. Schminke? Schon lange: nein danke! Ich trage meine Narbe sichtbar auf der Brust. Ich habe lange, graue Haare. Und ich liebe es. Denn ich bin <strong>ich</strong>. Und mit jedem Jahr werde ich es mehr. :-)</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Leben und leben lassen – statt bewerten</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Kleidung ist keine Einladung zur Bewertung</h4>



<p>Ich weiß nicht, was andere dazu veranlasst, jemanden nach dem Äußeren zu bewerten. Es tut mir auch immer wieder weh, wie Frauen mit anderen Frauen umgehen. Oder, noch schlimmer, wie Mädchen in diese Rolle gedrängt werden. Das muss doch nicht sein.</p>



<p>Wir alle schätzen doch Toleranz uns gegenüber – dann können wir doch auch anderen gegenüber tolerant sein, oder?</p>



<p>Mein Motto ist: Leben und leben lassen. Wenn das genug Menschen so umsetzen, leben wir alle sehr viel entspannter. Wie siehst du das?</p>



<p><strong>Jede</strong><strong>:r</strong><strong> soll sich zeigen dürfen, wie es passt – mit oder ohne Schminke, BH oder bunter Hose. Wenn wir einander lassen, leben wir alle leichter.</strong></p>



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<h3 class="wp-block-heading">Mein Körper ist kein Kommentarbereich</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Röllchen, Narbe, kein BH – ich entscheide, was sichtbar ist</h4>



<p>Ich trage Kleidung, in der ich mich wohlfühle. Auch wenn man meine Röllchen sieht. Auch wenn die Brüste schwingen. Auch wenn jemand meint, das sei „zu viel“. Ich bin nicht zu viel – <strong>du siehst das nur zu eng</strong>.</p>



<p>An meiner rechten Brust trage ich eine große Narbe. Sie ist deutlich zu sehen. Ob mit oder ohne Kleidung. Und sie ist ein Teil von mir. Punkt. Ich muss sie nicht verstecken. Ich muss mich nicht verstecken.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Weg zur Freiheit im eigenen Körper</h4>



<p>Das liest sich jetzt so easy-peasy. Aber natürlich war das – und ist das – ein Weg.</p>



<p>Es gab Zeiten, da habe ich mich angepasst. Gruppenzwang und so. Durch Lebensumbrüche, Krankheiten und ja, auch durchs Älterwerden, habe ich immer wieder deutlich gespürt, wie mich das Angepasstsein in meiner Art, meinem Wesen, meinen Sehnsüchten einschränkt.</p>



<p>Und so konnten nach und nach die Grenzen fallen. Mein persönlicher Raum wurde weiter.</p>



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<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="783" height="1920"  alt=""  style="width:166px;height:auto" data-srcset="https://petrawild.de/wp-content/uploads/petra-wild-urlaubsfoto-segelausflug_201512-783x1920.jpg 783w, https://petrawild.de/wp-content/uploads/petra-wild-urlaubsfoto-segelausflug_201512-392x960.jpg 392w, https://petrawild.de/wp-content/uploads/petra-wild-urlaubsfoto-segelausflug_201512-768x1883.jpg 768w, https://petrawild.de/wp-content/uploads/petra-wild-urlaubsfoto-segelausflug_201512-626x1536.jpg 626w, https://petrawild.de/wp-content/uploads/petra-wild-urlaubsfoto-segelausflug_201512-835x2048.jpg 835w, https://petrawild.de/wp-content/uploads/petra-wild-urlaubsfoto-segelausflug_201512-scaled.jpg 1044w"  data-src="https://petrawild.de/wp-content/uploads/petra-wild-urlaubsfoto-segelausflug_201512-783x1920.jpg" data-sizes="(max-width: 783px) 100vw, 783px" class="wp-image-778 lazy" src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http://www.w3.org/2000/svg'%20viewBox='0%200%200%200'%3E%3C/svg%3E" /></figure>
</div>


<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Blicke, Bewertungen – und meine Reaktion darauf</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Sichtbar sein – aber bitte zu meinen Bedingungen</h4>



<p>Ich merke, dass ich angeschaut werde. Verwundert. Erstaunt. Kritisch. Manche Männer glotzen, als hätten sie noch nie schwingende Brüste gesehen. Ich denke mir: <em>Ihr Neandertaler</em>.</p>



<p>Aber ich sehe auch die anderen Blicke: Freundliche. Ermutigte. Dankbare.</p>



<p>Ich sehe Frauen, die sich freuen. Und manchmal glaube ich, sie denken dasselbe wie ich, wenn ich solche Frauen sehe: <strong>Danke, dass du dich traust. Du machst es mir leichter, es auch zu tun.</strong></p>



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<h3 class="wp-block-heading">Ich war nicht immer so</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Anpassung aus Angst, aufzufallen</h4>



<p>Auch ich habe mich angepasst. Besonders im Job. Ich war oft am Rand der Gruppe, weil ich anders war – und wollte nicht noch mehr auffallen.</p>



<p>Also habe ich BH getragen. Mich leicht geschminkt. Nicht zu bunt, nicht zu laut. Ich weiß noch, wie Kolleginnen über eine frühere Mitarbeiterin lästerten, weil sie ohne BH kam. Ich habe nichts gesagt – aber es hat mich geprägt. Ich wollte dazugehören. Und habe mich angepasst.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Graue Haare, bunte Hosen – und der lange Weg zurück zu mir</h4>



<p>Meine grauen Haare hatte ich früh. Mit 16 das erste graue Büschel. Mit 25 war ich deutlich grau. Ich habe nie gefärbt. Fand es immer unnötig, fremd, unangenehm. Nur einmal: zu meiner Hochzeit. Ein Zugeständnis an meinen Ex-Mann – der mochte das Grau nicht. Wie konnte ich nur! Hab mich nicht wohl gefühlt und komisch ausgesehen :-)</p>



<p>Auch in meiner zweiten langjährigen Beziehung habe ich mich angepasst. Bunte Hosen, bequeme, praktische Schuhe, mein Stil – das war oft zu viel für ihn. Ich habe unterschieden: Gehe ich mit ihm raus – oder allein? Das waren wieder ungute Kompromisse.</p>



<p>Heute bin ich ungebunden, frei. Und jetzt?</p>



<p>Jetzt bin ich einfach <strong>glücklich</strong>. Und <strong>zufrieden</strong>. Und sichtbar. Weil keiner mehr dreinredet. Und das ist: herrlich.</p>



<p>Ich gehe raus und überlege nicht mehr, ob ich meine Lieblingsklamotte „darf“. ;-)</p>



<p>Das ist Freiheit ab 50+.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Zeig dich bunt – für dich und für die anderen</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Sichtbarkeit darf bunt sein – auch ab 50+</h4>



<p>Ich bin Teil des LinkedIn-Flashmobs <strong>#zeigdichbunt</strong>. Weil ich weiß, wie viel es bedeutet, wenn eine sich traut. Weil es andere stärkt. Weil es Räume öffnet.</p>



<p>Und weil ich mir erlaube, ich zu sein.</p>



<p>Ich bin bunt. Ich bin grau. Ich bin da. Ich zeige mich – so wie ich bin.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Und meine Bilder?</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Farbe, Widerspruch, Freiheit – das steckt in meiner Malerei</h4>



<p>Sie sind wie ich: Bunt. Unangepasst. Manchmal wild, manchmal leise. Immer echt. Ich male mit allem, was mir in die Quere kommt – Farbe, Feuer, Schlämmkreide, Wachs, Blauholz.</p>



<p>Ich mache keine Kompromisse. Nicht in meinen Bildern. Nicht mehr im Leben.</p>



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<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="1200" height="628"  alt=""  data-srcset="https://petrawild.de/wp-content/uploads/petra-wild-wandelbar-1200-x-628-px.jpg 1200w, https://petrawild.de/wp-content/uploads/petra-wild-wandelbar-1200-x-628-px-960x502.jpg 960w, https://petrawild.de/wp-content/uploads/petra-wild-wandelbar-1200-x-628-px-768x402.jpg 768w"  data-src="https://petrawild.de/wp-content/uploads/petra-wild-wandelbar-1200-x-628-px.jpg" data-sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" class="wp-image-780 lazy" src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http://www.w3.org/2000/svg'%20viewBox='0%200%200%200'%3E%3C/svg%3E" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Schluss</h3>



<h4 class="wp-block-heading">Ich bin nicht mehr 20 – und das ist gut so</h4>



<p>Ich bin deutlich in der zweiten Lebenshälfte. Dadurch bin ich mehr. Und ich bin sichtbar.</p>



<p>Wenn du dich darin wiedererkennst: Zeig dich. Für dich. Für andere. Für uns alle.</p>



<p><strong>#zeigdichbunt</strong></p>



<pre class="wp-block-code"><code><a href="https://www.linkedin.com/posts/celine-tueyeni-textemitziel_zeigdichbunt-activity-7358012698183327744-kIVK?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop&amp;rcm=ACoAACH53AoBeydut7Yo2nONquO4aWi3a7fCMxI">Hier ist Link zum Beitrag von Céline Tueyeni</a>
</code></pre>



<p></p>



<p></p>
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		<title>Selbstbestimmt ist für mich keine Option &#8211; sondern Lebenspraxis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Wild]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2025 19:23:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Du & Ich]]></category>
		<category><![CDATA[abstrakte Malerei kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Farbe]]></category>
		<category><![CDATA[Ich mache mein Ding]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Selbstbestimmt leben mit Kunst – mein Alltag, meine Entscheidungen, mein Ausdruck. Persönlich, klar und mit viel Farbe.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich habe früh gemerkt: Wenn ich ich selbst bleiben will, muss ich eigene Wege gehen. Nicht, um anders zu sein – sondern, weil ich anders leben musste.</p>



<p>Heute bedeutet selbstbestimmt leben für mich, mit meiner Kunst zu leben, kreativ zu sein – im Alltag und auf der Leinwand. Deshalb hat mich die Blogparade von Sandra Hoppenz zum Thema:</p>



<p><a href="https://www.sandra-hoppenz.com/blogparade-selbstbestimmung"> „Was bedeutet Selbstbestimmung?“ </a> sofort angesprochen.</p>



<p>In diesem Text erzähle ich, wie Selbstbestimmung für mich aussieht – nicht als Ideal, sondern als Alltag. Mit Brüchen. Mit Freiheit. Und natürlich mit Farbe :-).</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">1. Abnabeln war mein erster Akt der Freiheit</h2>



<p></p>



<p>Ich bin Künstlerin. Frei. Eigenwillig. Unabhängig. Klingt nach Selbstbestimmung, oder?</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was ist wirklich meins?</strong></h3>



<p><br>Und doch frage ich mich manchmal: Wie viel von dem, was ich tue, ist wirklich meins – und wie viel ist Reaktion auf Vergangenes, auf Gelerntes, Antrainiertes oder auch auf alte Verletzungen? Und natürlich Reaktionen auf Erwartungen, Normen, Regeln, die man einhalten soll.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Mein erster selbstbestimmter Schritt</strong></h3>



<p><br>Ich habe mich früh für einen eigenen Weg entschieden. Als Scheidungskind war die Situation für mich unerträglich – also habe ich die erste Gelegenheit ergriffen und bin gegangen. Ich hatte das deutliche Gefühl: Ich muss hier weg, um (über)leben zu können. Mit 15 ½ bin ich ausgezogen. Ich habe meine Eltern gegeneinander ausgespielt und hatte meine Ruhe.</p>



<p>Es war eine wichtige und richtige Entscheidung – und wegweisend für meinen weiteren Lebensweg. Vielleicht auch die Grundlage dafür, dass ich heute male, erschaffe, Kunst mache.&nbsp;</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">2. Ich wollte dazugehören – und hab mich in die Masse geworfen</h2>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Anpassung statt Freiheit?</strong></h3>



<p><br>Als Kind glaubt man ja: Selbstbestimmung ist, wenn man selbst entscheiden kann, wann man Süßigkeiten isst oder ins Bett geht.</p>



<p>Später, als ich das konnte, habe ich gemerkt: So einfach ist das mit der Selbstbestimmung nicht. Ich wollte dazugehören, wollte Teil von etwas Gutem sein – und habe mich angepasst, um das zu erreichen. Das ist einfach unsere menschliche Natur, denke ich. Das hat mir aber nur bedingt gutgetan, eh klar ;-)</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Heute lebe ich selbstbestimmt – mit Luxus und Fragen</strong></h3>



<p><br>Heute bin ich in der komfortablen Lage, dass ich für mich alleine lebe, nicht mehr berufstätig bin und jeden Tag neu entscheiden kann, was mir guttut, was ich machen will, wie ich leben will.</p>



<p>Ein Luxus, den ich mir oft bewusst mache.</p>



<p>Aber wieder einmal ist nicht alles an diesem selbstbestimmten Leben leicht – oder gut für mich.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">3. Gehen statt verbiegen – auch wenn’s wehtut</h2>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Selbstbestimmung heißt nicht Rücksichtslosigkeit</strong></h3>



<p><br>Ich hatte es satt, mich zu verbiegen. Wer meint, Selbstbestimmung sei egoistisch, hat vermutlich selbst nie wirklich entschieden. Für mich ist es eher ein Akt der Ehrlichkeit. Und ein bisschen Trotz ist auch dabei.</p>



<p>Meine Art, auf mich zu achten, meinen eigenen Weg zu suchen (und oft auch zu gehen), wurde immer wieder als egoistisch oder eigenbrötlerisch bezeichnet. Diese Menschen haben nicht verstanden, wie wichtig es für mich war, auf mich zu hören und zu mir zu stehen. Oder auch andersherum: Vielleicht waren diese Menschen mir gegenüber nicht rücksichtsvoll oder tolerant.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Rücksicht nehmen – bewusst und ehrlich</strong></h3>



<p><br>Meine Selbstbestimmtheit empfinde ich nicht als rücksichtslos – ich habe andere mit ihrem Sein und ihren Sehnsüchten oft im Blick. Damit kann ich bewusst entscheiden: Nehme ich Rücksicht, mache ich einen Schlenker – oder gehe ich meinen Weg weiter?</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ich gehe – weil ich oft nicht anders kann</strong></h3>



<p><br>Mein Weg war bestimmt nicht der einfache – aber er war für mich der einzig machbare. Ich habe mich weiterentwickelt, bin gewachsen, habe meinen inneren Kompass immer wieder neu ausgerichtet.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Gehen oder bleiben? Und die Selbstachtung?&nbsp;</strong></h3>



<p><br>Zweimal habe ich mich aus langjährigen Beziehungen gelöst, die mir zwar nach außen hin Sicherheit, Stabilität und eine finanzielle Basis geboten hätten, im Inneren aber leer waren.</p>



<p>Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, weil ich gespürt habe: Das ist nicht mein Weg. Es braucht zu viele Kompromisse. Ich kann nicht ich sein. Ich muss mich zu oft zurücknehmen und meine Ziele auf &#8220;später&#8221; verschieben.</p>



<p>Jetzt bin ich in einer Lebensphase, in der ich dazu nicht mehr bereit bin. Ich habe gelernt: Mein Leben ist endlich – und ich möchte es LEBEN. Auf meine Art.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">4. Selbstbestimmt leben – aber was, wenn die Zweifel kommen?</h2>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zweifel gehören dazu</strong></h3>



<p><br>Selbstbestimmung heißt nicht, immer zu wissen, wo es langgeht. Sie bedeutet, Risiken zuzulassen und neue Wege zu gehen, sich auch mal zu verlaufen – und, wie ich es immer wieder spüre: die Gefahr, einsam zu sein.</p>



<p>Da kommen bei mir dann Zweifel: Ist mein Weg richtig? Ist dieses selbstbestimmte Leben – diese Zurückgezogenheit, die bei mir damit einhergeht – es wert?</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ich wähle mein Leben – immer wieder neu</strong></h3>



<p><br>Bis jetzt beantworte ich diese Frage immer wieder mit „Ja“. Ich bin mir oft selbst genug. Ich freue mich an meiner Selbstständigkeit, an meinem Selbstbewusstsein – im Sinne von: Ich weiß, was mir guttut, und versuche dafür zu sorgen.</p>



<p>Gern tauche ich durch Bücher in andere Welten ein, bin gerne in der Natur und am und im Wasser. Unter Menschen schaue ich mir an, wie andere leben – und weiß, ich könnte mich auch so entscheiden.</p>



<p>Ich habe diese Beobachtungen oft genutzt, um meinen eigenen Weg zu finden – und meinen Kompass neu auszurichten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ist das Überheblich?</h3>



<p>Vielleicht klingt das überheblich – aber ich glaube, ich bin nicht überheblich. Ich bin selbstbewusst, also mir meiner selbst bewusst. Und ich bin stolz. Auf mein Leben, auf meine Entscheidungen, auf meinen Weg.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">5. Wenn ich in Farbe bade, bin ich ganz bei mir</h2>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Selbstbestimmt leben mit Kunst</strong></h3>



<p><br>Meine Malerei ist ein wichtiger, kraftvoller Anker in meinem Alltag. Ich male, wie ich lebe. Meine Bilder entstehen selbstbestimmt und aus meinem Empfinden heraus.&nbsp;</p>



<p>Regeln brauche ich dafür nicht.</p>



<p>Das ist ein Foto eines meiner ersten Bilder:</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="1000" height="700"  alt="Abstrakte Malerei in kräftigen Farben auf Papier – Acrylbild von Petra Wild, Format 100 × 70 cm, gerahmt."  data-srcset="https://petrawild.de/wp-content/uploads/petra-wild-abstrakte-malerei-wanderung-papier-acryl-rechteck-100x70-gerahmt.jpg.jpg 1000w, https://petrawild.de/wp-content/uploads/petra-wild-abstrakte-malerei-wanderung-papier-acryl-rechteck-100x70-gerahmt.jpg-960x672.jpg 960w, https://petrawild.de/wp-content/uploads/petra-wild-abstrakte-malerei-wanderung-papier-acryl-rechteck-100x70-gerahmt.jpg-768x538.jpg 768w"  data-src="https://petrawild.de/wp-content/uploads/petra-wild-abstrakte-malerei-wanderung-papier-acryl-rechteck-100x70-gerahmt.jpg.jpg" data-sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" class="wp-image-700 lazy" src="data:image/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http://www.w3.org/2000/svg'%20viewBox='0%200%200%200'%3E%3C/svg%3E" /><figcaption class="wp-element-caption">Papier, Acryl, 100 × 70 cm, gerahmt</figcaption></figure>



<p>Damals konnte ich zum ersten Mal umsetzen, was meine Kursleiterin meinte – und habe einfach losgelegt. Während des Malens stand ich tanzend und singend vor meiner Staffelei. Ich war glücklich. Frei. Leicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Malen als gelebte Selbstbestimmung</strong></h3>



<p><br>Dieses Gefühl – dieser Genuss – ist heute noch in mir. Auch das ist für mich Selbstbestimmung: Wenn ich ganz ich bin, ohne nachzudenken, ohne zu planen. Nur Farbe, Bewegung, Freude – ganz ohne Ziel, ganz bei mir.</p>



<p>Der Moment, in dem ich mit dem Malen beginne, ist für mich ein besonderer Moment. Ich entscheide nach Gefühl und Stimmung: Welches Material nehme ich? Wie will ich mich bewegen? Wie kommt die erste Farbe auf den Untergrund?</p>



<p>Es ist befreiend. Es macht Spaß. Und es macht mich überglücklich.</p>



<p>Meine Malerei werde ich freiwillig nicht mehr aufgeben. Das bin ich. Und ich genieße es.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">6. Selbstbestimmung vorleben – auch für mein Kind</h2>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Freiheit spüren lernen</strong></h3>



<p><br>Ich habe ein Kind erzogen und versucht, ihm zu zeigen, was Selbstbestimmung bedeutet. Wir haben gemeinsam geübt, zu spüren: Was willst du? Was brauchst du? Was tut dir gut?</p>



<p>Ich glaube, das ist mir gut gelungen. Auch darauf bin ich stolz.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">7. Kein Plan. Kein Schema. Aber ganz meins.</h2>



<p>Ich glaube nicht an Patentrezepte. Aber ich glaube daran, dass jeder Mensch eine Stimme hat, die wahrgenommen und benutzt werden will – auch wenn sie leise ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Meine Stimme klingt nach Leben – nach Farbe, nach Mut, nach Freiheit. Und deine?</strong></h3>



<p>Ich glaube, wir alle tragen ein bestimmtes Potenzial in uns – und es ist es wert, dieses Potenzial zu entdecken, zu entfalten und wirklich zu leben. Gerade im Miteinander finde ich es wichtig, sich zu zeigen, wie man ist.</p>



<p>Wenn man das nicht lernt – oder nie übt – spielt man eine Rolle. Für andere. Für sich selbst. Und vielleicht auch ein ganzes Leben lang.</p>



<p>Ich glaube: Das wäre ein verschenktes Leben. Und das entspricht nicht meiner Vorstellung von Selbstbestimmung.</p>



<p><strong>Ich mach mein Ding – und du?</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Für mich bedeutet selbstbestimmt leben mit Kunst auch: in Farbe zu leben.</strong></h3>



<p><strong>Was bedeutet Selbstbestimmung für Dich?</strong> Ich freue mich über einen Austausch mit Dir – in einem Kommentar, einer Nachricht oder einfach für Dich selbst. Denn jede (weibliche) Stimme zählt. Auch Deine.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p><em>Wenn Du wissen willst, wie ich zu dieser Freiheit in der Kunst gefunden habe – in diesem Beitrag erzähle davon:&nbsp;<a href="https://petrawild.de/kreativer-neuanfang-mit-abstrakter-malerei/">Kreativer Neuanfang mit abstrakter Malerei</a>&nbsp;</em></p>



<p></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p></p>



<p></p>
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