Hier zeige ich dir einen Weg, mit dem du für dich Klarheit in den Bilderdschungel reinbringen kannst und ein Bild für dein zu Hause findest.
1. Kunst kaufen? Fühlt sich größer an, als es ist.
Falls du gerade darüber nachdenkst, dir ein „echtes“ Bild zu gönnen – für dich persönlich, für deine Wohnung, für einen Moment, der dir etwas gibt: Dann hast du wahrscheinlich schon gemerkt, dass das gar nicht so leicht ist.
Nicht wegen der Kunst oder deinetwegen. Sondern wegen des unfassbaren Überangebotes. Wegen der Unsicherheit, die automatisch auftaucht. Und wegen dieser aufkommenden Angst, etwas „Falsches“ auszuwählen.
Darum sag ich’s dir gleich: Ein Bild ist nichts, das du „richtig“ auswählen musst. Ein Bild ist etwas, das dich findet, wenn du hinschaust – wirklich hinschaust. Ein Bild geht mit dir in Kontakt. Und wenn es etwas in dir auslöst, dann ist das die Resonanz, von der ich immer wieder spreche.
2. Poster, Repliken, Originale – wo ist der Unterschied?
Poster sind einfach. Farbig passend, harmonisch, günstig. Und schnell wieder austauschbar. Ein Bild fürs Auge – nicht fürs Gefühl. Und dadurch etwas für den Raum, aber weniger für dich.
Ein Original ist etwas anderes.
Es darf auffallen. Es darf wirken. Es darf dich jeden Tag neu anziehen. Es kann einen Raum verändern oder auch dominieren. Es kann dir ein wohliges Gefühl von zu Hause geben. Einen Anker setzen. Oder ein Statement sein: Das ist mein Geschmack.
Nicht jeder braucht ein Original. Nicht jeder will eines. Aber wenn du hier liest, vermute ich, du suchst etwas, das mehr darf.
3. Abstrakt oder gegenständlich – was passt zu dir?
Gegenständliche Bilder zeigen etwas, das du kennst. Eine Form, eine Landschaft, ein Motiv. Das fühlt sich vertraut an. Es kann Geborgenheit vermitteln. Oder auch langweilig wirken – je nachdem.
Abstrakte Bilder lassen dir Raum. Sie zeigen nichts Konkretes, geben dir aber einen Rahmen und Impulse. Sie können dich fordern – aber eigentlich eröffnen sie dir Möglichkeiten.
Das ist der Grund, warum abstrakte Bilder sehr persönlich werden können.
Sie können irritieren. Sie können beruhigen. Sie können Gespräche auslösen – zwischen dir und anderen oder zwischen dir und dem Bild.
So wie ich abstrakte Kunst sehe, musst du sie nicht verstehen. Du kannst sie einfach anschauen. Spüren. Genießen.
Sie gibt dir Platz für deine eigene Wahrnehmung. Und ihr beide – du und das Bild – könnt euch darin entfalten.
Also: Du brauchst kein Kunstwissen, deine Reaktion auf das Bild reicht völlig. So wie bei Wein: Schmeckt oder schmeckt nicht.
4. Welches Bild passt denn nun zu Dir?
Suchst du ein Bild, das „reinpasst“?
Viele denken, sie bräuchten ein Bild, das „gut reinpasst“ – farblich, stilistisch, harmonisch. So kann man an das Thema herangehen, klar.
Aber wenn du bis hierher gelesen hast, vermute ich: Das ist nicht wirklich das, was du suchst 😉.
Woran du erkennst, dass ein Bild wirklich zu dir passt?
Mit einem Bild kannst du dir vieles schenken:
- ein Zuhausegefühl – etwas, das Räume ruhiger/wärmer macht
- ein Statement – ein leises oder auch lauteres „So bin ich“
- Energie – ruhig, wild, klar oder chaotisch
- einen Anker – etwas, das dich zurückholt
- ein Gegenüber – ein Bild, das etwas in dir berührt oder herausfordert
Und ob es farblich perfekt passt, ist dabei zweitrangig.
Wichtig ist dabei etwas anderes:
Zieht das Bild deinen Blick immer wieder an? Freust du dich, wenn du es anschaust? Bist du fasziniert? Machst es dich ruhig? Oder wach? Fühlst du dich wohl damit? Macht es dich zufrieden? Bist du neugierig?
Wichtig ist: Gibt dir das Bild etwas?
Fühlst du dich davon angezogen? Oder nicht?
5. Wie du online ein Bild findest, das wirklich zu dir passt
Nein – wir machen keine Checkliste. Du brauchst auch keine Theorie. Was du brauchst, sind deine Sinne.
Schau hin
Lass deinen Blick landen. Nicht nur zwei Sekunden drüberschweifen.
Spür nach
Eine Reaktion braucht manchmal Zeit. Nimm dir diese Zeit.
Bleib kurz da
Ein gutes Bild zeigt sich nicht immer beim ersten Blick und nicht sofort. Bleib geduldig. Du kannst an verschiedene Stellen des Bildes schauen und einfach wahrnehmen, ob irgendwo etwas in dir reagiert.
Lass dir Zeit
Schau später nochmal hin. Druck bringt hier gar nichts.
Du musst jetzt nichts entscheiden. Wenn dich ein Bild anzieht, bleib dran. Wenn es dich kaltlässt, passt ihr beide vielleicht einfach nicht zusammen.
6. Was, wenn mich ein einzelnes Bild irritiert?
Eine wunderbare Frage.
Ein Bild, das dich irritiert und anzieht, ist ein Zeichen, dass zwischen dir und dem Bild etwas in Bewegung ist. Das bedeutet: Du darfst dranbleiben und mehrere Blicke riskieren.
Das heißt nicht, dass du es kaufen musst. Aber es heißt, dass da etwas ist. Etwas, das du vielleicht noch nicht benennen kannst – eine Resonanz in dir, die sagt: Schau nochmal hin.
7. Was ein Bild in deinem zu Hause machen kann
Ein Bild, das ein Mensch gestaltet hat, verändert dein zu Hause mit Sicherheit. Aber nicht nach Plan und auch nicht nach Checkliste. Sondern abhängig davon, was zwischen dir und dem Bild entsteht.
Wenn du in ein Bild gerne eintauchst und darin spazieren gehst, bringt es dir vermutlich Ruhe. Wenn du immer wieder Neues darin entdeckst, bringt es vielleicht Spannung, Zufriedenheit oder Anlass für Gespräche. Ein wildes oder farbstarkes Bild kann dich beleben oder dir einfach Freude machen.
Freude schenken kann dir jedes Bild, das dich wirklich anzieht. Dafür braucht es keine Regeln.
Ein Bild bringt deine Persönlichkeit in den Raum. Natürlich nicht deine ganze Persönlichkeit – das wäre zu groß gedacht – sondern etwas, das dir wichtig ist.
Und am Ende schenkst du dir mit einem Bild in deinem Raum ein wunderbares Gefühl von zu Hause. Und eine wiederkehrende Freude – in einer Umgebung, die du durch deinen persönlichen Ausdruck geschaffen hast.
Deswegen gibt kein Falsch oder Richtig beim Kunstkauf.
Und in meiner Welt geht es auch nicht um Prestige, sondern um dich.
So, jetzt kommt ein kleiner Perspektivwechsel:
8. Für wen meine Bilder NICHT sind.
Ich helfe dir hier einfach ein bisschen beim Sortieren.
Es gibt Menschen, die suchen ein Bild, das sich einfügt – etwas Neutrales, farblich passend, unauffällig. Ein Bild, das einen freien Fleck füllt.
So ein Ansatz ist völlig in Ordnung. Er führt dich nur nicht zu meinen Bildern.
Meine Bilder fügen sich nicht ein. Sie bringen etwas Eigenes mit. Sie sind sichtbar. Sie berühren. Manchmal fordern sie eine Reaktion heraus. Manchmal stellen sie Fragen. Sie sind da – aber sie sind nie nur Deko.
Wenn du also etwas suchst, das sich perfekt zu den Farben deines Wohnzimmers fügt, oder ein Bild willst, das einfach dazugehört, ohne irgendetwas in dir zu berühren oder aufzufallen, dann wirst du bei mir wahrscheinlich nicht fündig. Und das ist wirklich in Ordnung so.
Von meiner Kunst fühlen sich Menschen angezogen, die offen sind für das, was sie sehen, und die gerne etwas spüren möchten. Sie ist für Menschen, die sich trauen, etwas Persönliches an die Wand zu hängen und ihre Räume mit ihrer eigenen Handschrift zu gestalten. Für Menschen, die sagen: „Ich will etwas, mit dem ich in Austausch gehen kann und an dem ich Freude habe – nicht nur etwas, das in diesen Raum passt.“
Wenn du merkst, dass du eher in diese Richtung schaust, wenn du die Vorstellung magst, dass ein Bild ein Gegenüber sein kann, und wenn du dir erlaubst, etwas in deinen Raum zu holen, das deine Facetten als Mensch zeigt, dann bist du hier richtig.
Magst du dich mal bei mir umschauen?
9. Und jetzt?
Wenn du weiter in meine Welt eintauchen willst, begleite ich dich gern. Zum Beispiel mit meinem Magazin WildeBilder – mit Einblicken in meine Bilderwelten, meinen Innenleben-Texten, kleinen gedanklichen Impulsen und immer auch mit einem Gastbeitrag, der eine neue Perspektive reinbringt.
Du kannst auch im Shop stöbern, oder dich in meinen Newsletter eintragen, wenn du lieber in Ruhe lesen willst. Vielleicht findest du auf Instagram oder LinkedIn etwas, das dich neugierig macht.
Und wenn dich etwas anspricht – ein Gedanke, ein Bild, ein Satz oder einfach ein Moment – dann schreib mir gern.
Wir tauschen uns darüber aus, was du suchst, was dich beschäftigt oder welche Fragen du an mich und meine Arbeit hast. Und wenn sich dabei herausstellt, welches Bild zu dir passen könnte, umso besser.
10. Schlussgedanke
Ein Bild findest du nicht, indem du alles richtig machst. Ein Bild findest du, indem du für dich klärst, was du wirklich willst – und dann die nächsten Schritte gehst.
Wenn du ein abstraktes Bild suchst, so wie ich sie male, dann findest du es, wenn du offen bist und dir erlaubst zu spüren, was zu dir passt. Was dich anzieht.
Der Rest entsteht zwischen dir und dem Bild.
Bunte Grüße und Wilde Bilder von Petra Wild
Über die Autorin
Petra Wild ist eine Künstlerin aus Regensburg. Ihre Arbeiten entstehen intuitiv, mit Farbe, Wachs, Feuer und allem, was spannend ist.
Dieser Artikel ist als Hilfestellung bei der Bilderauswahl “Dekostück oder Persönliches” gedacht.
Häufige Fragen, wenn du ein Bild suchst
Woran erkenne ich, welches Bild zu mir passt?
Wenn ein Bild dich immer wieder anzieht oder nicht loslässt, ist das ein starkes Zeichen.
Kann ich abstrakte Kunst online kaufen?
Ja. Wichtig ist, dass du dir Zeit nimmst und auf dein Gefühl hörst.
Was ist der Unterschied zwischen Poster und Original?
Ein Poster ist dekorativ und austauschbar. Ein Original trägt Tiefe und Präsenz.
Brauche ich Kunstwissen?
Nein. Deine Reaktion reicht völlig.



